zuessow.de
Kontakt | Sitemap

Geschichte
Nepzin
Oldenburg
Radlow
Ranzin
Thurow
Züssow

Oldenburg

Zwischen den Orten Ranzin und Oldenburg gab es, wie aus der Ranziner Ortschronik zu entnehmen ist, wohl schon immer einen engen Zusammenhang.
Oldenburg wurde urkundlich erstmalig 1514 erwähnt und hat somit im Jahre 2014 seinen 500. Geburtstag. Der Ort liegt eingebettet durch Wald (3 Himmelsrichtungen) und Buschwerk und Wiesen in einer Senke. Sehr schön ist auf dem Luftbild zu erkennen, dass das Dorf sehr grün ist und einen geschlossenen Charakter aufweist.

Luftbild Oldenburg

Der Mittelpunkt des Dorfes war das Gutshaus, das bis 1945 die Familie von Hammerstein bewohnte.

Gutshaus

Das schönste und wohl auch das älteste Haus des Ortes ist aber das Fachwerkhaus, in dem die Familie Kujawa wohnt.

Fachwerkhaus

Die Einwohnerzahl des kleinen Ortes blieb über die Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts fast konstant. 1873 wird im Provinzial Kalender Neuvorpommerns eine Einwohnerzahl von 29 Einwohnern, die in drei Häusern wohnten, angegeben. In dem Büchlein "775 Jahre Ranzin" ist auf der Seite 75 ein Einwohnerspiegel der Ortschaft Ranzin einschließlich der Ortschaften Wilhelmshöh und Oldenburg angegeben. In der Nachkriegszeit wurden 1946 in Oldenburg 155 Einwohner gezählt und das war wohl der Tatsache geschuldet, dass Oldenburg eine große Schwester im Westen besitzt und viele Flüchtlinge der irrigen Annahme waren, sie würden sich schon im Westen befinden. Danach ging die Einwohnerzahl aber stetig zurück und erreichte kurz vor der Wende ihren Tiefpunkt.
Das kulturelle Zentrum des Ortes wurde nach dem Krieg das Kulturhaus (1961 erbaut), in dem in den sechziger und siebziger Jahren auch Kino gezeigt wurde und das auch als Verkaufsstelle genutzt wurde. Hier wurde in den Mai getanzt und jedes Jahr das Erntedankfest würdig begangen.
Leider ist es uns nicht gelungen, dieses Zentrum zu erhalten!
Ende der fünfziger Jahre wurde die LPG "Am Waldesrand" gegründet, die an dem kulturellen Aufschwung des Dorfes einen entscheidenden Anteil hatte. Die LPG verbesserte die Infrastruktur und ließ 1961 die Straße nach Thurow aus eigen finanzierten Mitteln bauen. Wo der LPG die Gelder ausgegangen sind, ist heute noch sehr gut zu erkennen. Der letzte Abschnitt des Weges nach Thurow wurde in den siebziger Jahren mit einem Plattenweg versehen.
Die LPG löste sich nach 1967, nachdem ihr Gründer Ernst Hasenbein aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgab, auf und wurde von Thurow übernommen.
Heute bewohnen vor allem Nachkommen der Neubauern das Dorf.

Neubauernhaus am Waldweg

Sehenswürdigkeiten des Dorfes sind das Fachwerkhaus und auch noch einige andere Häuser und im Oldenburger und Karlsburger Holz die Königseiche, die Spinne und der Duellstein, um nur einige zu nennen.
Der Wald lädt zu Wanderungen oder zu Radtouren ein.

Bedanken möchte ich mich bei Herrn Lenz und Herrn Moritz für das Informationsmaterial.

Bernhard Hasenbein

 
       

Letzte Änderung: 28.03.2007

Impressum & Datenschutz © Gemeinde Züssow